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Basilikum pflanzen, pflegen und schneiden

Basilikum (Ocimum basilicum) – oder wie es auch genannt wird ‘Königskraut’ – zählt zu den häufig und gerne gekauften Küchenkräutern. Es gibt viele verschiedene Basilikum Sorten, welche sich in Optik (zum Beispiel grüne oder dunkelrote Blätter) und Geschmack (beispielsweise leicht nach Zitrus) unterscheiden, wodurch es mit seiner Vielseitigkeit punkten kann und gern Gebrauch in vielen Haushalten findet. Viele Gerichte werden mit Hilfe des Gewürzes verfeinert und zu einem tollen Geschmackserlebnis gemacht, häufig dienen hier die Blätter der Pflanze als Garnitur oder den letzten Schliff. Je nach Art der Pflanze kann man hier mit vielen verschiedenen Geschmäckern variieren. Zudem ist es in der Küche vielseitig verwendbar. Frische Blätter und auch die getrockneten Arten aus dem Supermarkt passen hervorragend zu Fisch, Kräuterbutter, Soßen und Schalentieren.

Basilikum richtig Pflegen Tipps

Doch nicht nur zum Kochen kann Basilikum verwendet werden – es ist auch eine wirksame Heilpflanze. Die Pflanze hat eine Wasser treibende, krampflösende, nervenberuhigende Wirkung auf den Körper. Es hilft bei Magen-Darm-Beschwerden oder Schlaflosigkeit, kann den Stuhl bei Verstopfung weicher machen oder als Umschlag bei Wunden, die schlecht heilen oder gar eitern, verwendet werden.

Zudem kann man wunderbar Tee aus den Blättern machen.

Eine Basilikumpflanze im Topf gibt es mittlerweile in beinahe jedem Supermarkt zu kaufen und kann Zuhause gut und richtig gepflegt buschig weiter wachsen, damit man lange etwas von ihr hat. Oft gehen aber die gekauften Topfpflanzen nach kurzer Zeit aufgrund von Nährstoffmangel ein. Die richtige Basilikum Pflege ist also auf jeden Fall von Vorteil. Um Basilikum richtig pflegen zu können gibt es hier eine kleine Anleitung.

Wie pflanze ich Basilikum richtig?

Basilikum ist ein Lichtkeimer, ergo benötigt es viel Licht. Möchte man seine Basilikumpflanze selbst aus Samen ziehen (was zumeist in einem Blumentopf oder einem Blumenkasten außerhalb der Wohnung geschieht) so empfiehlt es sich diese nicht komplett mit der verwendeten Erde zu bedecken, da diese im Licht am ehesten keimen. Bei der Pflanzung der Samen sollte auch auf einen Abstand von jeweils etwa fünf bis acht Zentimetern geachtet werden, damit die Keimlinge genug Platz haben sich zu entfalten und die entstehenden Wurzeln sich nicht gegenseitig im Weg sind.

Nach circa zehn bis neunzehn Tagen sollten sich erste Sprösslinge zeigen, sofern der Topf denn an einen hellen Ort gestellt wurde. Bei 20-25 Grad und feuchter Erde keimen die Samen optimal. Es kann zwischen zwanzig und sechzig Zentimetern hoch wachsen.

Welche Erde ist die beste für’s Basilikum?

Es ist von Vorteil Basilikum in nährstoffreicher, gleichmäßig feuchter Erde zu pflanzen, die dennoch durchlässig ist, da es aus tropischen Regionen stammt. Es empfiehlt sich für eine Aufzucht spezielle Kräutererde zu verwenden, um die junge Pflanze oder die Samen mit ausreichend mineralischen Anteilen zu nähren. Meist wird hierbei für die Struktur der Erde Quarzsand beigemischt, wodurch eine lockere, wasserdurchlässige Konsistenz der Erde erreicht wird, welche dem Basilikum Zugute kommt. Man kann aber auch Erde normal mit Sand versetzen, damit diese gelockert wird und den perfekten Nährboden für das Kraut bietet. Das Umtopfen von Basilikum beschreibe ich dir hier besser.

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Wo ist der beste Standort für die Basilikumpflanze – Sonne oder Schatten?

Am besten eignet sich ein sonniger, warmer und wind- und regengeschützter Ort, damit die Pflanze weder eingeht, noch von Wind zerstört wird. Die Heilpflanze verträgt Frost nicht gut, schon ab 1-2 Minusgraden wird sie eingehen. Viel Licht, maximal Halbschatten werden daher empfohlen. Ab Mai kann gern draußen im Garten angebaut oder aus der Wohnung umgesiedelt werden. Hierbei sollte man die Pflanze allerdings langsam an die Sonneneinstrahlung gewöhnen und sie nicht direkt in die pralle Sonne einsetzen, da sonst die Blätter verbrennen können. Zudem können Krankheiten und Schädlinge den Basilikum befallen wenn er den falschen Standort hat.

Basilikum im Garten – die richtige Pflege

Damit die Basiliklumpflanze im Garten schön und gesund wachsen kann braucht sie genügend Abstand zu anderen Pflanzen. Eine Entfernung von zwanzig bis fünfundzwanzig Zentimetern zwischen beispielsweise zwei Basilikumpflanzen wird empfohlen.

Die beste Zeit zum pflanzen ist von Ende April bis Mitte Juli. Auch hier bietet es sich an Basilikum warm und windgeschützt zu pflanzen. Die Erde sollte wie auch bei den Topfpflanzen wasserdurchlässig und locker sein, damit die Basilikumpflanze gut wachsen kann. Die Pflege von Basilikum entscheidet darüber, ob und wie gut die Pflanze wächst und der richtige Boden kann dafür schon ausschlaggebend sein.

Wie man Basilikum richtig schneiden damit er schön wächst

Um das Küchenkraut schön wachsen zu lassen kommt es auf die richtige Schnitttechnik an. Die Blätter von Basilikum sollten niemals einzeln gerupft werden, was aber im alltäglichen Gebrauch dieser Kräuter- und Gewürzpflanze häufig geschieht. Durch das Zupfen sterben die einzelnen Triebe ab und die Pflanze wird geschwächt. Besser ist es hier immer ganze Triebe von bis zu fünf Zentimetern vom Basilikum zu ernten. Um die Blüte der Pflanze, nach welcher sie ihr Wachstum einstellt, hinaus zu zögern, kann man regelmäßig die Triebe über einer Blattverzweigung schneiden, wodurch die Pflanze durch die neuen, nachwachsenden Blätter auch buschiger wird.

Wie dünge ich Basilikum?

Die Basilikum Pflege mit Dünger ist in ausreichender Menge auf jeden Fall zu empfehlen, da oft die gegebenen Umstände nicht ausreichend sind, um das empfindliche Gewächs länger am Leben zu halten. Als Dünger eignen sich für Gartenpflanzen auch als Hausmittel Kompost oder Hornspäne, für die Topfpflanzen kann aber auch auf den Flüssigdünger aus dem Pflanzengeschäft zurückgegriffen werden. Man sollte allerdings darauf achten direkt die Erde zu düngen und nasse Blätter oder Staunässe in den Töpfen, in welchen gepflanzt wird, zu vermeiden. Ohne die wichtigen Nährstoffe, die der Dünger zusätzlich liefern kann, geht die Basilikumpflanze häufig schnell ein.

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Wie oft gieße ich Basilikum?

Die Basilikumpflanze sollte täglich gegossen werden, da sie sehr durstig ist, aber auch hier ist es sehr wichtig Staunässe (Wasseransammlungen in einem Topf oder Untergrund, die nicht einziehen können) zu vermeiden.Am besten ist es man gießt öfter, dafür aber weniger, damit eine gute, gleichmäßige Feuchte gewährleistet wird und ein plötzliches übergießen nach langer Trockenheit vermieden werden kann.

Wie ist Basilikum im Topf richtig zu pflegen

Platz, Wasser und Nährstoffe – das sind die Dinge, die eine Basilikumpflanze zum wachsen und vor allen Dingen gedeihen braucht. Sie sollte täglich gegossen werden, aber immer erst, wenn die Erde oberflächlich getrocknet ist-lieber öfter, dafür in Maßen gießen. Die Pflanze sollte nicht in Wasser stehen. Kalte Zugluft wie zum Beispiel durch ein ständig gekipptes Fenster wäre ebenfalls schädlich. Nach einem Regenguss, falls das Basilikum diesem ausgesetzt wäre, ist es wichtig für eine ausreichende Luftzirkulation zu sorgen, damit Pilzsporen keine Möglichkeit haben sich auf den feuchten Blättern auszubreiten.

Basilikum im Topf

Am besten steht die Topfpflanze auf einem Fensterbrett mit viel Sonneneinstrahlung, damit das eigentlich warme und feuchte Klima, aus dem das Kraut kommt, gewährleistet werden kann. Zudem sollte man darauf achten einen Top zu wählen, der genügend Freiraum für die Wurzeln bietet. Er sollte mindestens 30 Zentimeter oder größer sein und zusätzlich Löcher am Boden haben, damit das Wasser ablaufen und sich keine Staunässe bilden kann. Zusätzlich kann man alle zwei Wochen düngen.

Möchte man mehr von seiner Pflanze haben, so kann man einzelne Triebe über sieben bis zehn Tage in ein Glas Wasser, welches alle zwei Tage gewechselt wird, legen, bis es Wurzeln hervorbringt. Diesen neuen Zögling kann man dann in einen weiteren Topf pflanzen und auch an diesem nach gutem Wachstum die Blätter ernten.

Wenn Basilikum nach dieser Anleitung gepflegt wird, so ist die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, so lange wie möglich etwas von der Pflanze zu haben und das bestmögliche aus ihr heraus zu holen. Die richtige Pflege entscheidet darüber, ob das Basilikum nach kurzer Zeit eingeht, oder ob er lange erhalten bleibt.

Kann Basilikum überwintern?

Im Normalfall braucht Basilikum Wärme und Sonne, was das überwintern schwierig, aber nicht unmöglich macht. Die geeigneten Voraussetzungen für eine Überwinterung kann man mit ein wenig Geschick schaffen. Frost wäre das Todesurteil, die Basilikumpflanze würde eingehen. Am besten lässt man die Pflanze im Topf bei angenehm warmen Temperaturen überwintern.

Dazu sollte man sich einen Topf zulegen der groß genug ist und mindestens einen Durchmesser von zwanzig Zentimetern hat und aus dem das Wasser ablaufen kann. Auf das Ablaufloch wird eine gewölbte Scherbe oder ähnliches gelegt, damit das Wasser gut abziehen kann. Man füllt diesen Topf dann ungefähr zu fünf Zentimetern mit Blähton oder Kies auf und deckt dies dann mit einem Stück Gartenvlies ab. Der Kies ist nicht so Aufnahmefähig was das Wasser betrifft, aber das ist im Winter nicht allzu wichtig. Über dem Vlies füllt man den Topf dann mit Erde auf, wobei die Pflanze vorsichtig festgehalten wird und über ihre Wurzeln ebenfalls mit Erde bedeckt wird. Dies Erde kann nach erfolgreichem einsetzen des Strunks festgedrückt werden. Nun gießt man das Kraut gut.

Ab niedrigeren Temperaturen als circa 15 Grad sollte die Pflanze nach Innen geholt werden, aber bis dahin kann sie gut draußen stehen bleiben.

Wann blüht Basilikum und wie lange?

Bereits im Juni beginnt die Blütezeit der Basilikumpflanze und diese hält sich bis September. Man kann die Blüte allerdings hinaus zögern, indem man das Kraut regelmäßig wie oben bereits beschrieben beschneidet. Über diese Blütezeit stellt sich das Wachstum der Pflanze ein und sie stirbt langsam ab.

Meist sind die doch eher unscheinbaren Blüten dieser Heil- und Kräuterpflanze von einer weißen bis sogar violetten Farbe. Zwar sind die Blüten nicht so genießbar wie die Blätter, doch sie sind die wichtigste Zutat für den beliebten Basilikumblütenessig.

Basilikum Blüten Blätter

Basilikum Blüten Blätter

Um diesen herzustellen legt man ungefähr achtzig Blüten in zweihundert Milliliter Weißweinessig und gibt fünfzehn Blätter des Krauts hinzu. Auch Pfefferkörner können nach Geschmack und Belieben hinzu gegeben werden. Nach circa vier Wochen kann man das Gemisch durch ein Sieb seihen und abfüllen.

Die Blüten, die nach einiger Zeit verwelken hinterlassen kleine Früchte innerhalb ihres Kelchs, welche als Samen für eine neue Aussaat verwendet werden können. Um an diese zu gelangen streift man vorsichtig die Blüten ab und reibt diese leicht zwischen den Fingern. Anschließend siebt man sie, so dass die kleinen Kügelchen, die Samen, übrig bleiben. Diese lässt man dann am besten ein paar Tage trocknen. Danach sind sie sicher in einem Glas an einem kühlen Ort verwahrt, bis man sie bei der Aussaat im Folgejahr verwenden kann. Mehr Infos zum Basilikum vermehren.

Was tun, wenn die ersten Blüten kommen?

Wenn sich bei dem frischen Küchengewürz erste Blüten zeigen, dann wird es Zeit für die nächste Ernte. Hat die Blüte der Pflanze allerdings schon eingesetzt, dann stellt sich auch das weitere Wachstum ein.

Grundsätzlich kann man bei den ersten Blüten Triebe von bis zu fünf Zentimetern abschneiden. Zwei “Augen” sollten allerdings übrig bleiben, damit neue Blätter wachsen können.

Ist die Blüte eingetreten, so lassen sich die Blätter und auch die Blüten (entgegen der weitläufigen Meinung) noch verzehren gut verwenden. In Kräuterölen, frisch in Soßen oder auch die Blüten im Salat sind eine gute Möglichkeit noch einmal alles aus dem Kraut heraus zu holen und es vollkommen zu verbrauchen. Allerdings werden die Blätter bei der Blüte ein wenig bitter und verlieren allmählich an Aroma, was aber durch das Kochen in beispielsweise Soßen verhindert werden kann.

Ist Basilikum essbar?

Definitiv. Sowohl die Blätter, als auch die Blüten sind zum Verzehr geeignet. Besonders gut passt es als Gewürz zu mediterranen Gerichten, aber auch als Tees oder Hilfsmittel für Öle ist Basilikum bestens geeignet. Die Blüten hingegen schmecken bitter, sind aber trotz allem zum Essen geeignet.

Die Blätter kann man auch nach der Blüte noch zu einem Basilikum Pesto verarbeiten, welches im Kühlschrank gelagert noch einige Monate lang haltbar ist. Dadurch hat man noch ein wenig länger was von der gut umsorgten Pflanze. Noch mehr Tipps wie man Basilikum konservieren kann.

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Kann Basilikum giftig sein?

Bislang fehlen jegliche detaillierte Erkenntnisse über eine negative Wirkung auf den menschlichen Körper, aber es gilt die allgemeine Vorsichtsmaßnahme eine Dosis von circa zwanzig Blättern pro Tag nicht zu überschreiten, was freiwillig vermutlich niemand zu sich nehmen wird.

Grundsätzlich hat Basilikum jedoch eine entwässernde Wirkung. Ebenso kann es Blähungen entgegenwirken. Zudem wirkt es sogar antibakteriell und entzündungshemmend, es gilt immerhin als ein Heilkraut.

Für Katzen ist es im Normalfall weitestgehend ungiftig. Durch die vielen Öle die enthalten sind, sind diese eher abgeschreckt, doch wenn sie nur ein wenig daran herum knabbern kann das sogar förderlich für die Verdauung sein. Man sollte allerdings lieber auf Katzengras zurückgreifen, wenn die Katze öfter mal am Basilikum knabbert.

Fazit:

Basilikum ist das Königskraut unter den Küchenkräutern. In der italienischen Küche ist er allgegenwärtig und ist in unzähligen Rezepten mit Basilikum verewigt.